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Zecken entfernen - Tipps und Tricks

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Zecken entfernen

Dass Zecken Krankheiten übertragen und daher für Menschen sehr gefährlich sein können, dürfte jedem bekannt sein. Aber dass die winzigen Spinnentiere auch für Hunde eine Gefahr darstellen, wissen die wenigsten. Genau wie Menschen können nämlich auch Hunde bei einem Zeckenbiss mit der Lyme-Borreliose infiziert werden.

Die Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die meist chronisch verläuft und nur schwer zu diagnostizieren ist. Während beim Menschen meistens eine Hautrötung im Bereich der Bissstelle zu erkennen ist, kann die Infektion bei Hunden erst erkannt werden, wenn erste Symptome auftreten.

Die Inkubationszeit kann jedoch wenige Tage bis mehrere Monate betragen. Die ersten Symptome können Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Fieber sein.

Später treten oft Gelenkschmerzen und Schwellungen, Lahmheiten oder Versteifungen der Gliedmassen sowie Nervenentzündungen auf. In einigen Fällen kann es zu Hautentzündungen kommen.

Durch eine Borreliose-Infektion können auch Organe wie Herz und Nieren beeinträchtigt werden. Eine eindeutige Diagnose kann nur durch einen Antikörper-Test beim Tierarzt erfolgen.

Da in einigen Gebieten bis zu 30% der Zecken die Erreger in sich tragen, sollte in der Zeckensaison von März bis Oktober immer auf eine effektive Prophylaxe geachtet werden.

Zecken halten sich vor allem in Laub- und Mischwäldern, Gebüschen und hohen Gräsern auf, können aber auch in Gärten vorkommen. Sie sitzen auf Pflanzen bis zu 1,50 m Höhe und werden von vorbeilaufenden Tieren abgestreift.

Da Hunde mehr mit Pflanzen in Kontakt kommen, werden sie wesentlich häufiger von Zecken befallen, als Menschen.

Einen guten Schutz bieten Spot-Ons, die auf die Haut zwischen den Schulterblättern und an der Schwanzwurzel aufgetragen werden. Von dort verteilen sich die Kriechöle über die gesamte Haut des Tieres. Der Wirkstoff hält Zecken vom Hund fern und tötet sie ab, falls es trotzdem zu einem Biss kommt. Auch einige Ungezieferhalsbänder und andere Präparate, die auf die Haut aufgetragen werden, können vor Zecken schützen, sind aber nicht so zuverlässig.

Mittlerweile können Hunde auch gegen Lyme-Borreliose geimpft werden. Die Impfung sollte im Winter erfolgen und muss spätestens nach einem Jahr aufgefrischt werden.

Da aber nie ein 100%iger Schutz besteht, sollte der Hund zur Sicherheit nach einem ausgiebigen Spaziergang immer abgesucht werden. Wenn eine Zecke gefunden wird, muss diese möglichst schnell entfernt werden, da das Risiko einer Infektion steigt, je länger die Zecke saugt.

Am besten eignen sich dazu spezielle Zeckenzangen, mit denen das Tier dicht am Mundwerkzeug gegriffen und durch vorsichtiges Drehen entfernt wird. Ein Abreißen des Kopfes ist normalerweise ungefährlich, da der Kopf nach einigen Tagen von der Haut abgestoßen wird.

eingetragen von: John

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