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Occasionen verkaufen - Tipp und Tricks - Tipps und Tricks
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Occasionen verkaufen - Tipp und Tricks
"Der Alte muss weg" - Wer kennt sie nicht, die Entscheidung, sich von seinem alten Auto zu trennen.
Zu alt, zu klein, zu unpraktisch. Die Gründe, warum ein neues Auto her muss, sind verschieden. Doch ein Problem bleibt: Wie werde ich den Gebrauchtwagen wieder los?
- Und wie lässt er sich vor allen Dingen wieder zu Geld machen?
Hier gibt es generell zwei verschiedene Alternativen: Entweder kann man das Auto beim Kauf seines Nachfolgers Inzahlung geben oder ihn selbst verkaufen.
1. Generelles
Wenn man sein Vehikel zu Geld machen möchte, ist zunächst ein Blick auf den gebrauchtwagenmarkt sinnvoll. Hier bieten sich zunächst die einschlägigen Listen von Eurotax Autobewertung, oder www.auto-bewerten.ch die die verschiedensten Marktpreise für die unterschiedlichen Modelle auflisten. Nehmt die Werte am besten als groben Anhalt für den möglichen Preis, am besten schaut Ihr Euch im Anzeigenteil Eurer Zeitung oder auch im Internet (z.B. bei Autoscout.ch, car4you.ch oder autobazar.ch) nach Eurem Modell um. Da die Bewertungslisten immer nur Durchschnittswerte darstellen, kann der tatsächlich zu erzielende Preis deutlich darunter oder auch darüber liegen. Die Preisvorstellungen bei den Gebrauchtwagenbörsen geben eigentlich einen sehr guten Überblick.
Als Faustformel kann hier gelten: Liegen die Preise unter dem Listenwert, so handelt es sich um ein schwer verkäufliches Fahrzeug. Werden sie indes deutlich höher gehandelt, so ist es ein leichtes, sie schnell zu verkaufen.
2. Die Inzahlungnahme beim Händler
Finaziell lukrativ ist die Inzahlunggabe in erster Linie bei "Ladenhütern", also bei schwer verkäuflichen Fahrzeugen.
Der Händler möchte ja mit seinem Geschäft Geld verdienen - der Preis für den Gebrauchten wird also etwas niedriger als der tatsächliche Marktwert sein. Schließlich kann der Kunde auch schlechter Verhandeln, als wenn er mit einem Haufen Bargeld im Autohaus vorbeischaut.
Doch bei manch schwer verkäuflichen Fahrzeug kann es sich dennoch lohnen. Es gibt Autos, die sind etwa über die Zeitung kaum an den Mann zu bringen. Dennoch, der Händler will ja sein Neufahrzeug verkaufen. Und da kann der Inzahlungspreis doch günstiger als der zu erzielende Marktpreis sein.
Im übrigen ist es einfach bequemer, denn das Verkaufen über die Zeitung oder über das Internet ist einfach zeitraubend und mitunter auch nervtötend.
3. Der klassische Verkauf
Meist ist es günstiger, sein Auto klassisch zu verkaufen. Wer hier allerdings auch einen angemessenen Preis erzielen möchte, der sollte einiges beachten.
Information ist alles
Bietet Euer Fahrzeug über möglichst viele Kanäle an. Je mehr Leute Ihr erreicht, umso besser.
Da gibt es zum einen die Lokalzeitung. Hier kosten die Inserate ein paar Franken, doch das ist gut investiertes Geld.
Die Interessenten kommen aus dem näheren Umkreis, müssen also nicht so lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Und lange Wege schrecken manchen ab...
Zum anderen solltet Ihr die Internetbörsen nutzen. Die einen sind kostenlos und dennoch gut. Hier könnt Ihr ein Bild einstellen und eine ausführliche Beschreibung zu dem Fahrzeug abliefern. Nutzt die Möglichkeit! Gerade die Bilder sind sehr wichtig, da die Anzeige so besser ins Auge sticht und schon im Vorfeld der potentielle Käufer das Auto sieht. Das macht Lust auf einen Ortstermin.
Vom Verkauf über Online-Autktionshäusern möchte ich eher abraten. Während der Zeit der Auktion dürft Ihr Euer Auto ja nicht anderweitig verkaufen, wenn man nicht einen Haufen Ärger riskieren möchte. Im übrigen hängt der Verkaufspreis so sehr stark vom Glück ab.
Ganz wichtig ist bei jeder Anzeige eine genaue Beschreibung. Wie viel Kilomter stehen auf dem Tacho? Wie ist die Ausstattung? - In der Tageszeitung solltet Ihr Euch auf das Wesentliche Beschränken - jeder Buchstabe kostet Geld - im Internet könnt Ihr ruhig ausführlich auf das Fahrzeug eingehen.
Manch ein Fahrzeugbesitzer - ich kann als Fahrer eines alten Mercedes ein Lied davon singen - kennt die Visitenkarten, die Gebrauchtwagenaufkäufer unter den Scheibenwischer klemmen. Spart Euch den Anruf, es ist Zeit- und Geldverschwendung. Diese Leute sind sehr geschäftstüchtig und kaufen nur weit unter Wert.
Je nach Fahrzeug melden sich auf das Inserat gleich eine ganze Vielzahl von Interessenten, oder auch sehr wenige.Bei gefragten Modellen klingelt meist schon wenige Minuten nach dem Einstellen in die Internetbörse das Telefon.
Ich gebe Euch ein Beispiel:
Vor einigen Monaten verkaufte ich meinen Mercedes Diesel. Es war ein seltenes Modell mit wenigen Kilomtern. Ich hatte eine Preisvorstellung von Fr. 10500.--. Nach der Anzeigeneinstellung bekam ich in den nächsten zwei Wochen ungefähr 30 Anrufe. Über die Hälfte davon waren reine Schnäppchenjäger. Also meist Händler, die das Fahrzeug weiterverkaufen wollten. Trotz meiner Preisvorstellung boten sie mir Beträge von Fr. 6000.-- bis maximal Fr. 8000. Und sie wollten gleich am Telefon den Vertrag abschließen.
Generell gilt: Lasst nicht am Telefon mit Euch handeln. In aller Regel ist der Preis - vorsichtig gesagt - nicht der beste... Ein wirklicher Interessent schaut sich das Fahrzeug vor Ort an. Und erst nach dem Ansehen kann man auch über den Preis reden...
4. Der Ortstermin
Der Interessent hat mit Euch einen Termin vereinbart. Schon im Vorfeld gilt es jetzt, Vorbereitungen zu treffen.
Ein Tag Arbeit am Auto kann nicht nur nicht schaden, sondern bringt bares Geld ein. Wenn der Lack stumpf, der Dauerlutscher des Sprösslings auf dem Rücksitz klebt und die Hundehaare im Gepäckabteil, wirkt das eher abschreckend.
Glänzt der frisch polierte Lack aber in der Sonne und präsentiert sich auch der Innenraum sauber, so kann das den einen oder anderen Schein extra bedeuten. Dem Käufer fehlen einfach die Argumente, um den Preis zu drücken...
Beim Gespräch mit dem Interessenten solltet Ihr immer ehrlich sein. Wenn der Wagen schon einmal einen Unfall hatte, solltet Ihr das auch sagen. Verschweigt Ihr solche Mängel arglistig, kann Euch auch der beste Vertrag (dazu komme ich gleich) auch nichts helfen. Und Ihr bekommt den Wagen zurück, werdet wahrscheinlich noch wegen Schadensersatzansprüchen in die Pflicht genommen.
Eine Probefahrt solltet Ihr dem potentiellen Käufer schon zu billigen. Schaut aber zunächst, ob er auch einen Führerschein besitzt ;-) Im übrigen solltet Ihr bei der Fahrt auf dem Beifahrersitz sitzen.
Nachdem Ihr Euch dann über den Kaufpreis einig seid, setzt Ihr einen Vertrag auf.
5. Rechtliches
Wer sich die Mühe mit dem Juristendeutsch ersparen will, der kann im Internet unter "Kaufvertrag" oder bei verschiedenen Autozeitschriften vorgefertigte Verträge finden. Die sind meist sehr brauchbar und schließen auch die Gewährleistung aus.
Egal, ob vorgefertigt oder selbst entworfen, einige Angaben sollten in keinem Vertrag fehlen:
Name und Anschrift des Käufers und des Verkäufers, eine Beschreibung des Fahrzeuges mit Fahrzeugidentifizierungsnummer und der Kilometerstand, um die wichtigsten Punkte zu nennen.
Den Empfang des Geldes sollte man quittieren und auch den Übergabezeitpunkt des Fahrzeuges schriftlich fixieren.
Übergebt Ihr ein angemeldetets Fahrzeug könnt Ihr so beweisen, dass nicht Ihr den Wagen gefahren seid, der einen Unfall hatte. Angenommen, der Käufer verursacht einen Schaden nach der Übergabe aber vor der Ummeldung, so kann es für die Versicherung manchmal auf den genauen Zeitpunkt ankommen.
6. Fazit
Ihr seht, es gibt einiges zu beachten. Und meine Auflistung ist unter Garanite noch nicht vollständig. Ich bin Euch hier um jeden Ergänzungstipp dankbar.
Ich hatte erst kürzlich das "Vergnügen" mein altes Auto zu verkaufen. Die Mühe lohnt sich aber auf jeden Fall. Je mehr Ihr Euch engagiert, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, das Auto zu einem guten Kurs zu verkaufen...
Ich freue mich auf Eure Kommentare und danke Euch für´s Lesen.
eingetragen von: Reto
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