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Einige Tipps zur Bekämpfung der Flugangst - Tipps und Tricks
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1 Ebene der Gedanken und Gefühle
Häufig zeigt sich die Angst darin, dass Betroffene sich Katastrophenszenarien ausmalen und sich selbst entmutigen. Jetzt kommt es darauf an, zu einer realistischen Einschätzung der Situation zu kommen, denn die Gedanken und Phantasien in einer angstauslösenden Situation sind der Realität nicht angemessen. Abhilfe schaffen hier Information und Aufklärung. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass die Tragflächen elastisch und biegsam sein müssen, um eben nicht abzubrechen, können Sie mit Turbulenzen viel gelassener umgehen.
Suchen Sie Information. Sagen Sie den Flugbegleitem, dass Fliegen nicht zu Ihrer Lieblingsbeschäftigung gehört. Trauen Sie sich ruhig zu fragen, ob ein kurzer Besuch im Cockpit möglich ist. Zu sehen, wie ruhig und entspannt die Atmosphäre im Cockpit ist, hilft oft schon.
2 Körperliche Ebene
Bei Angst kommt es zu einer Aktivierung vieler Körperfunktionen, die Sie zum Beispiel in Form einer beschleunigten Atmung, einem flauen Gefühl in der Magengegend oder einer verspannten Muskulatur erleben. Dieser Zusammenhang lässt sich gezielt nutzen: Körperliche Entspannung und ein intensives Angsterleben sind unvereinbar. Indem Sie Ihre Muskeln entspannen, entspannt sich gleichzeitig auch Ihr Geist.
Eine einfache und sehr wirkungsvolle Übung geht folgendermaßen: Spannen Sie alle Muskeln Ihres Körpers gleichzeitig an und halten die Anspannung einige Sekunden. Dann nehmen Sie abrupt die Spannung weg und lassen die Muskeln locker. Diesen Entspannungszustand dürfen Sie dann genießen und bei Bedarf die Übung wiederholen.
Auch durch den Atem lässt sich der Erregungszustand des Körpers gut beeinflussen. Hastiges und kurzes Ein- und Ausatmen verstärkt die Anspannung. Achten Sie also darauf, dass Sie lange ausatmen!
Auch auf Kaffee und Alkohol sollten Sie vor und während des Fluges verzichten. Kaffee steigert die Erregung, so dass die Angst viel schneller auftreten kann.
3 Zu guter Letzt: die Verhaltensebene
Konfrontation statt Vermeidung! Die Auswirkung von Flugangst auf das Verhalten besteht meist darin, das Fliegen zu vermeiden. Dies ist verständlich, führt aber nicht zu einer Lösung. Sie schränken Ihren Lebensraum ein und riskieren, dass die Angst sich auch auf andere Bereiche ausweitet. Schon Johann Wolfgang von Goethe bekämpfte seine Höhenangst, indem er den Münsterturm bestieg, seine Angst zuließ und sie dadurch besiegte.
Übrigens: Alkohol und Medikamente stellen auch eine Art der Vermeidung dar. Sie führen zu einer Festigung der Angst und sind daher nicht zu empfehlen.
Besser ist eine Therapie, die auf allen drei Ebenen ansetzt und somit dauerhaft hilft, die Flugangst in den Griff zu bekommen.
eingetragen von: Ben
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