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Abführmittel Laxantien - Tipps und Tricks

(dieser Tipp wurde schon 1472 mal gelesen)

Wie werden Abführmittel (Laxantien) und Wassertabletten (Diuretika) zur Gewichtsabnahme missbraucht?

Diese Technik ist keinesfalls zu empfehlen!

Missbrauch von Laxantien (Abführmittel) bei Anorexie und Bulimie häufig um ihr Gewicht zu kontrollieren wenden Patienten mit Essstörungen eine Reihe von Techniken und Strategien an, die man auch Elimination-Verfahren (Beseitigung, Ausscheidung) nennt. Hierzu gehört auch die Selbsteinnahme von Laxantien und Diuretika.

Etwa ein Drittel der Bulimikerinnen nehmen Laxantien und ca. 10 % werden Diuretika nehmen, um ihrem Körper auf diese brachiale Art und Weise unerwünschte Kalorien vom Essen bzw. Fressanfällen zu entziehen.

Laxantien (Abführmittel) sind Medikamente, die die intestinale Aktivität des Darms und die Stuhlentleerung zerstören, während Diuretika (Wassertabletten) die Nierenaktivität stimulieren und damit die Urinausscheidung beschleunigen.

Der Einsatz dieser Medikamente sollte und muss auf spezifische therapeutische Bereiche beschränkt sein, so dass auch die meisten dieser Mittel rezeptpflichtig sind. Dennoch kommen eine Reihe von Patientinnen mit einer Essstörung (z.T. unerlaubt) an sie heran und missbrauchen sie häufig exzessiv. Es ist so nicht ungewöhnlich ein Mädchen mit einer Bulimie anzutreffen, die berichtet seit 5 oder 10 Jahren schon täglich Laxantien eingenommen zu haben.

Die am häufigsten vorgebrachte Entschuldigung ist dann, dass sie eine Verstopfung (bei Laxantien) oder aber Wasseransammlungen im Körper (bei Diuretika) hätten.

Tatsächlich treten diese Symptome aber als eine Konsequenz einer unangemessenen Diät auf, in dem der Körper eine physiologische Schutzfunktion aktiviert, die eine schwere metabolische Fehlfunktion signalisiert.

Wenn man nun diese Medikamente einsetzt, um den Körper weit über seine Kompensationsmöglichkeiten zu bringen, gerät man noch zusätzlich in einen krankhaften Teufelskreis.

So Verursachen Laxantien, die zunächst vielleicht wegen einer milden Verstopfung eingenommen wurde, langfristig eine Schädigung der Nervenaktivierung (Innervation der intestinalen Muskulatur), die eine dauerhafte Verstopfung bzw. Obstipation verursachen kann. Diuretika, die zunächst wegen Wasseransammlungen (Ödemen) genommen wurden, bewirken eine Nierenschädigung und Veränderungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt.

Man kann gar nicht häufig genug betonen, dass es ausgesprochen selbst-zerstörrerisch ist solche Medikamente zu missbrauchen - ähnlich wie bei einem übermüdeten und erschöpften Pferd, dass man zu einer zusätzlichen Wegstrecke zwingen will : Man wird am Ende nicht nur nicht mehr weiter kommen, sondern womöglich kein Pferd mehr haben.

eingetragen von: Tim Keller

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